"Wir können nicht auf eine Verbesserung hinarbeiten, die wir uns nicht vorstellen können"
Elise Boulding
SPEKULATIVES DESIGN
Spekulatives Design ist ein Designansatz, der sich auf die Vorstellung von zukünftigen Szenarien und Möglichkeiten konzentriert. Er kann genutzt werden, um soziale, politische, technologische und ethische Fragen zu untersuchen und neue Ideen und Lösungen zu entwickeln.Bei spekulativem Design geht es nicht darum, die Zukunft vorherzusagen, sondern darum, verschiedene Möglichkeiten zu erforschen, wie die Zukunft aussehen könnte. Auf diese Weise kann es uns helfen, die Gegenwart besser zu verstehen und bessere Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Der Begriff „spekulatives Design“ wurde von Anthony Dunne und Fiona Raby als Unterform des kritischen Designs populär gemacht. Ziel ist es nicht, kommerziell ausgerichtete Designvorschläge zu präsentieren, sondern Vorschläge zu entwerfen, die entscheidende Fragen, die in der Zukunft auftreten könnten, identifizieren und diskutieren.
Spekulatives Design lebt von der Vorstellungskraft und zielt darauf ab, neue Perspektiven auf die so genannten „bösen“ Probleme zu eröffnen, Räume für Diskussionen und Debatten über alternative Lebensweisen zu schaffen und die Vorstellungskraft der Menschen zu inspirieren und zu ermutigen, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. Design-Spekulationen können als Katalysator für eine kollektive Neudefinition unserer Beziehung zur Realität dienen.
TRANSFORMATION DESIGN
Die Transformation zu mehr Nachhaltigkeit, globaler Gerechtigkeit und einem „guten Leben” ist das zentrale gesellschaftliche Thema unserer Zeit. Gerade das Design muss sich dieser Herausforderung stellen und durch innovative Produkte, Dienstleistungen und Systeme dazu beitragen, attraktive Alternativen zur vermeintlich alternativlosen Entwicklung aufzuzeigen. Transformation Design will nicht nur neue Lösungen für Probleme anbieten. Es will gesellschaftliche Debatten anregen und Dinge und Gegebenheiten neu denken. Anders gesagt: Transformation Design begreift Gestaltung konsequent von menschlichen, sozialen und kulturellen Bedürfnissen her und versucht, einen nachhaltigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft zu leisten, ohne dabei die ökonomischen Rahmenbedingungen zu vernachlässigen.
SOCIAL DESIGN
Social Design umfasst als erweiterter Designbegriff eine breite Palette von Projekten, Methoden, politischen Aktionen und Studiengängen zur ästhetischen und ethischen Gestaltung von sozialen Dingwelten, sozialen Innovationen und urbanen Räumen. Mit dem nicht einheitlich verwendeten Begriff Social Design werden seit den 2000er Jahren Konzepte und Projekte von Designern, Architekten, Unternehmern, Politikern und Aktivisten bezeichnet, welche das Gemeinwohl, Partizipation, Demokratie und Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt stellen. Jede Designpraxis steht zwar in einem gesellschaftlichen Kontext und kann damit im weitesten Sinn als „sozial“ verstanden werden, kennzeichnend und konstitutiv für Social Design Projekte sind jedoch partizipative und demokratische bottom-up Prozesse, die auf Teilhabe und Empowerment der Beteiligten ausgerichtet sind. Social Design umfasst als erweiterter Designbegriff eine breite Palette von Projekten, Methoden, politischen Aktionen und Studiengängen zur ästhetischen und ethischen Gestaltung von sozialen Dingwelten, sozialen Innovationen und urbanen Räumen. Social Design versteht sich als „Design mit Gewissen“ und als Katalysator für einen positiven sozialen Wandel insbesondere in einem von sozialer Ungleichheit geprägten städtischen Umfeld.
SOZIALE PLASTIK
Die Soziale Plastik, auch genannt die soziale Skulptur, ist ein kunsttheoretischer Begriff zur Bezeichnung von Kunst, die den Anspruch verfolgt, auf die Gesellschaft gestaltend einzuwirken. Gesellschaften, Aktionen und Prozesse, in denen Menschen kreativ die Verhältnisse verändern und sie formen, werden ebenfalls so bezeichnet. Auf der Grundlage eines Erweiterten Kunstbegriffs nutzte der deutsche Künstler Joseph Beuys diese Begriffe, um damit seine Vorstellung einer gesellschaftsverändernden Kunst zu erläutern. Die Grundlage der Idee einer Sozialen Plastik ist der Mensch, der durch Denken und Sprache soziale Strukturen entwickelt. Diese Entwicklung der Gesellschaft verstand Joseph Beuys als einen kontinuierlichen kreativen Prozess. Die Aufgabe der Kunst sei es, dem Menschen diesen Prozess bewusst zu machen. Der Gesamtzusammenhang der Sozialen Plastik erklärt sich aus einem sozialen, also das Allgemeinwohl betreffenden Handeln und dem Begriff Plastik, der ein modellierfähiges und formbares Gebilde benennt, das visuell, haptisch, akustisch und thermisch erfahrbar ist und mit der Wahrnehmung der Gesellschaft gleichzusetzen ist.
Aus dieser Annahme heraus beschränkt sich die Kunst nicht mehr nur auf materielle Artefakte, die in einem Museum oder einer Galerie ausgestellt werden, sondern auf die gesamte Gesellschaft, in welcher in allen Bereichen nach der Forderung von Beuys die Kunst ihren Platz einnehmen muss, um veraltete Lebensformen durch neue zu ersetzen
Spekulatives Design
lebt von der Vorstellungskraft und zielt darauf ab, neue Perspektiven auf die gegenwärtigen Probleme zu eröffnen, Räume für Diskussionen und Debatten über alternative Lebensweisen zu schaffen und die Vorstellungskraft der Menschen zu inspirieren und zu ermutigen, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. Design-Spekulationen können als Katalysator für eine kollektive Neudefinition unserer Beziehung zur Realität dienen.
1. Das Wahrscheinliche
ist der Bereich, in dem traditionelles Design existiert. Es beschreibt, was wir vorhersagen können, was wahrscheinlich passieren wird, wenn wir die Welt so betrachten, wie sie derzeit ist.
2. Das Plausible
ist der Einstieg in die Entwicklung von Szenarien und Vorausschau. Sie beschreibt alternative Zukünfte und die Möglichkeiten von „könnte sein“ und „was wäre wenn“.
3. Das Mögliche
geht darüber hinaus, bis hin zu extremen Szenarien dessen, was wissenschaftlich möglich ist. Dies schließt Utopien und Dystopien ein, ohne jedoch in den Bereich der Fantasie oder Science-Fiction abzugleiten.
4. Das Wünschenswerte
dient dem Gemeinwohl, orientiert sich an den siich selbstregulierden Kreislaufsystemen der Natur, respektiert Menschenrechte, Tierrechte, Naturrechte, achtet und feiert das Leben in seiner gesamten Vielfalt.
Datenschutzrechtlicher Hinweis
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Spekulatives Design | Beispiele für die Kraft der Bilder
Website Luftschiff (1. Preis Kunstwettbewerb)
https://www.dasletzteluftschiff.de/
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Schatteninsel-Projekt (PicDrop-Link)
(Link auf Anfrage)
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Weitere Kunst- und Design-Projekte:
https://artdesign.ehlers-media.com/
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